Achtung: Kleiner Spoiler hier, den ihr aber schon kennt, wenn ihr das E3 Gameplay von Assassin’s Creed Brotherhood gesehen habt. Das Video habe ich schnell zusammengebastelt, verzeiht die miese Videoqualität.
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Auch bei den von PC-Spielern inzwischen verhassten Jungs von Ubisoft gab es einige spannende Titel zu sehen, einer meiner Favoriten war Ghost Recon: Future Soldier, das ich zuvor überhaupt nicht auf dem Radar hatte. Future Soldier ist ein teambasierter Taktik-Shooter mit allerlei futuristischen Gadgets, etwa einem kompletten Stealth-Modus, der nicht wie in Crysis limitiert zu sein scheint und für sehr intensive Schleichpassagen sorgt. Im 4-Spieler Coop wird das Teil sicher spaßig.
Auch vom neuen Driver, das zuvor Aufmerksamkeit durch einen schicken Retro-Trailer erregte, gab es Neuigkeiten. Man schlüpft wieder in die Rolle von Tanner, dem Helden aus Teil 1, und kann bei der Jagd auf sein Ziel nun von Auto zu Auto wechseln, aber nicht etwa in typischer GTA-Manier, sondern instant. Wenn ihr also auf einer belebten Straße fahrt, müsst ihr nur einen Knopf drücken, wechselt in die Vogelperspektive und sucht euch eine der Karren aus, die auf dem Bildschirm zu sehen sind – schon seid ihr am Steuer eines anderen Wagens. Dazu gab es auch eine Story-Erklärung, die schon jetzt extrem dämlich klingt (irgendwas von Koma und Träumen und bla…), aber in Aktion könnte das richtig gut werden und frischen Wind ins Genre bringen.
Natürlich war auch das neue Assassins Creed: Brotherhood anwesend. Neben einem schicken Rendertrailer wurde eine Live-Demo gezeigt, in der Ezios Festung belagert wurde. Ich würde euch empfehlen, die Szenen der Demo nicht anzusehen, da dort auch ein ziemlich großer Story-Spoiler enthalten ist. Das große Ziel des neuen ACs scheint mehr Variantenreichtum im Gameplay zu sein, so konnte Ezio sich etwa an die Kanonen auf den Festungsmauern stellen und die Angreifer abwehren.
Ansonsten nichts allzu überraschendes von Ubisoft, Rayman-Fans freuen sich über die zweidimensionale Rückkehr des arm- und beinlosen Helden und Trackmania-Fans freuen sich über Questmania und Shootmania. Next up: Nintendo und Sony!

Assassin’s Creed habe ich gern gespielt, die lebendige Welt hat mich fasziniert und die Story war spannend. Nur hat Ubisoft es damals nicht geschafft, diese fantastischen Städte mit Inhalten zu füllen, stattdessen arbeitete man sich linear von einem Auftragsmord zum nächste, bis schließlich die Credits über den Bildschirm rollten. Und das nach einem der wohl fiesesten Cliffhanger der Spielegeschichte.
Schon vorher hieß es nun: “Mit Assassin’s Creed 2 wird alles besser, wir hören auf unsere Fans!” Haben sie tatsächlich auf ihre Fans gehört und aus Desmond Miles‘ zweiten Animus-Trip das hochkarätige Abenteuer gemacht, das Teil 1 hätte sein sollen? Ja, haben sie! Altair wird durch (den wesentlich sympathischeren) Ezio ersetzt, Damaskus, Akkon und Jerusalem durch die Toskana, Florenz und Venedig; die Spielwelt ist riesig und es gibt unglaublich viel zu tun. Mal abgesehen davon, dass die Storymissionen sehr spannend und abwechslungsreich gestaltet sind, können jetzt auch endlich die Nebenbeschäftigungen überzeugen. Allen vorran haben mir die RPG-Anleihen sehr gefallen, denn man kann für Ezio neue Waffen und Rüstungen kaufen und sogar sein schickes Gewand individuell einfärben.
Demnach spielt Geld jetzt eine sehr wichtige Rolle, das verdient man nicht nur durch das Absolvieren von Missionen, sondern auch durch die Monteriggioni-Villa, dem Stützpunkt der Assassinen. Der befindet sich anfangs in einem sehr schlechten Zustand und treibt kaum Steuern ein, investiert man jedoch in die Renovierung der Läden, der Mine o.ä. springt auf lange Sicht mehr Geld dabei raus. Sammlern wird schon fast zu viel geboten: Versteckte Schätze, Federn, Glyphen die ein Geheimnis bewahren, Katakomben, die ein wenig an die linearen Level eines Prince of Persia erinnern usw. – kurzum: Assassin’s Creed 2 besticht diesmal nicht nur durch eine wunderschöne Fassade, sondern auch durch einen sehr zufriedenstellenden Umfang.
Auf der PlayStation 3 sind nur die technischen Mängel teils störend. Einige Texturen wirken doch argh unscharf, die Gesichter vieler Charaktere sind sehr unnatürlich (Lucy sieht in Teil 2 sogar schlechter aus, als in Teil 1!) und bei Kamera-Schwenks bemerkt man teils starkes Screen-Tearing. Damit sei nicht gesagt, dass Assassin’s Creed 2 nicht gut aussieht, im Gegenteil: Gerade Venedig ist eine Augenweide!
Die grundlegenden Spielmechaniken blieben unverändert: Auch Ezio kraxelt geschmeidig Häuserwände entlang und hat ein beeindruckendes Arsenal an Waffen und Gadgets, um Gegner aus dem Weg zu räumen oder einfach nur abzulenken; so einige Situationen lassen sich nämlich ganz ohne Gewalt lösen. Der Wiederspielwert ist naturgemäßg sehr gering, aber allein für einen Durchgang sollte man 20 Stunden einrechnen, bei exzessivem Sammeltrieb noch einiges mehr. Eines muss noch erwähnt werden: Die Musik ist erstklassig, hier ein Beispiel.









